Im Oktober hat die Deutsche Bahn ihr Erkundungsprogramm begonnen. Dabei wird der Untergrund in der Nähe von Bereichen untersucht, in denen eine spätere Trasse verlaufen könnte. Diese Informationen sind wichtig, da sie die Bauweise und damit die Kosten einer späteren Bahnstrecke beeinflussen.

Die Bohrungen sind kein Hinweis darauf, dass bereits eine Entscheidung für oder gegen eine Variante getroffen worden ist.

An 10 Stellen untersucht die Deutsche Bahn den Untergrund in der Region zwischen Ulm und Augsburg. Damit gewinnt sie Erkenntnisse über die Bodenbeschaffenheit.

In den Bereichen, in denen die Grobtrassierungen verlaufen, liegen die zehn Bohrpunkte. Die Bohrungen haben eine Tiefe von bis zu 70 Metern. Die gewonnenen Bohrkerne werden anschließend in einem Labor untersucht. Unter anderem kann so der Tragfähigkeit des Untergrunds bestimmt werden. Anschließend werden die Bohrkerne eingelagert. Baugrundgutachter nutzen das Material, um den Untergrund näher untersuchen zu können.

Die Bohrungen werden mithilfe eines Bohrgeräts, das beispielsweise auf einem LKW montiert ist, durchgeführt. Wie lange die Arbeiten jeweils dauern, hängt vom Aufbau des Untergrunds, von den Grundwasserverhältnissen und der Bohrtiefe ab. Je Bohrstelle ist mit wenigen Tagen bis zu zwei Wochen zu rechnen.

Ökologisch sensible Zonen und anderweitig genutzte Flächen, werden dabei so gut wie möglich gemieden. Bevor die Arbeiten beginnen, wurden beim Landratsamt alle wasser- und naturschutzrechtlichen Genehmigungen eingeholt. Die Maßnahmen werden zudem umweltfachlich überwacht.

Die Bohrstellen werden danach zu Grundwassermessstellen ausgebaut. Langfristig kann dadurch beobachtet werden, wie sich das Grundwasser räumlich verteilt und zeitlich verändert.

Weitere Informationen zum Ablauf finden Sie auf der Website des Bahnprojekts www.ulmaugsburg.de.

 

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